Highlife Ikone Ebo Taylor kommt morgen in die Domstadt! Wer's braucht kann sich auf der Seite von Funkhauseuropa über den alten Herren informieren.
Eloquent & Wun Two - Jazz Auf Gleich
Wun Two hatten wir schonmal zwecks seines Beattapes "Ships" im Programm. Zusammen mit Eloquent kommt jetzt ein Kollabo-Album, welches auf den wohl programmatisch zu verstehenden Namen "Jazz auf gleich" getauft wurde... schmuf.
Adam Arcuragi - Like A Fire That Consumes All Before It... (review)
In den USA nennen sie seine Musik "death gospel". Und tatsächlich dringt aus Adam Arcuragis Songs manchmal eine emphatische Hymnenhaftigkeit und dann wieder - oder zugleich - diese melancholische Schwere. Sein Album "Like A Fire That Consumes All Before It ..." sollte man anhören.
Folk ist spätestens seit den Erfolge von Bands wie Fleet Foxes und Mumford&Sons im Mainstream angekommen. Bei den einen klingt er unterkühlt und distanziert, bei den anderen voluminös, rund und pathetisch. Dagegen wirken die Songs des in Georgia aufgewachsenen Adam Arcuragi geradezu rau. Eine Musik, die verwurzelt ist in der nordamerikanischen Musiktradition, in Folk, Americana, aber auch in Soul und Gospel. Was das Label "Death Gospel" für ihn bedeutet, erklärte Arcuragi in einem Interview mit der Huffington Post.
" I think it is an appropriate label. Death Gospel is anything that sees the inevitability of death as a reason to celebrate all the special wonder that is being alive and sentient. That's the hope with the songs, and how we would like for them to come across, that thing in all life that is fine and good. It is exciting that we can reflect upon it as intelligent life and do something to make that wonder manifest."
Dieses Enthusiastische strömt dem Hörer auf "Like A Fire That Consumes All Before It..." aus jedem Song entgegen. Etwa auf "Oh I See", dem Opener des Albums, auf dem energische Toms und der erste - und nicht letzte - Chor Arcuragis raue und kehlige Stimme nach vorne treiben. Oder etwa auf "Last Long Rain", wo Chor und Leadgesang im Refrain fast zu brechen scheinen.
Ja, Arcuragi schreibt Hymnen - weitläuftig instrumentiert mit vollen Chören, Bläsern, Klavier, Banjos, Schlagzeug und treibenden Handclaps. Oft beginnen Songs mit einfachen Gitarren Riffs und steigern sich in eine reißende musikalische Dichte. Dabei ist ein gewisses Maß an Pathos unvermeidlich, das jedoch im heiseren Klang Arcuragis Stimme und dem organischen Sound der Band aufgefangen, geerdet wird. "Soulmusic" im besten Sinne.
Auf Tronträgern verliert man dieses Organische, diese fußstampfende Energie, ein wenig. Gerade denen, die mit Folk recht wenig anfangen können (wie der Autor dieses Textes), sei deshalb ein Konzertbesuch empfohlen. Hier wirkt das Pathos niemals hohl, weil man schnell das Gefühl gewinnt, Teil der Atmosphäre, Teil diese Chores, Teil der Musik zu werden. Musik als Einladung. Nun ergibt sich in Deutschland mal wieder die Chance zum Mitsingen und Mitstampfen:
29.04.2013 – Köln, Kulturkirche– w/ Frank Turner (sold out)
30.04.2013 – Karlsruhe, Kohi
01.05.2013 - Tübingen, Tangente
02.05.2013 - Göttingen, Pools
4.05.2013 – München, Strom – w/ Frank Turner (sold out)
5.05.2013 – Erfurt, Franz Mehlhose
6.05.2013 – Berlin, Bi Nuu – w/ Frank Turner (sold out)
7.05.2013 – Hamburg, Knust – w/ Frank Turner (sold out)
8.05.2013 – Hamburg, Molotow Bar
(crt)
"LIKE A FIRE THAT CONSUMES..":
...gerade für 13€ auf LP über HHV.de
...via Amazon
...oder auf Spotify
Fremd sein im eigenen Leben: Capital by John Lanchester
Mit
"Capital" hat John Lanchester einen englischen Roman
geschrieben, in dem Geld nur im Titel eine Rolle spielt. Fremd sein
im eigenen Leben ist das eigentliche Thema.
Die Witwe Petunia ist alt
und bald doppelt geschlagen. Die Welt außerhalb der Ehe und des
Vorgartens erschien ihr immer schon bedrohlich, Krankheit entfremdet
sie nun zunehmend von sich selbst. Roger braucht eine ganze Weile,
bis sich ihm die Verfahrenheit seines Lebens in ihrer ganzen
beeindruckenden Ausweglosigkeit offenbart. Shahid ist schon aufgrund
seines Namens fremd, aber London ist ihm lang nicht so unerklärlich
wie seine aufgeregte pakistanische Großfamilie und der
Terrorverdacht, unter den er bald gerät. Freddy Kamo will eigentlich
nur Fussball spielen und wird zum millionenschweren
Spekulationsobjekt mit kurzer Halbwertszeit.
Manche dieser Menschen finden Frieden und glauben irgendwann, doch zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Andere sterben und entkommen so der quälenden Selbstanalyse. Und einige ringen weiter um Versöhnung, ihr Schicksal bleibt offen.
Manche dieser Menschen finden Frieden und glauben irgendwann, doch zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Andere sterben und entkommen so der quälenden Selbstanalyse. Und einige ringen weiter um Versöhnung, ihr Schicksal bleibt offen.
Spannend und mit viel Liebe und Aufmerksamkeit für die Details des Lebens hat Lanchester einen Roman geschrieben, der sich auf 577 Seiten erstaunlicherweise meistens um das Wesentliche dreht: die Fallstricke der Existenz, mit denen schichtübergreifend jeder konfrontiert ist, der sein Leben lebt und nicht nur an sich vorbeiziehen lässt. Die Geschichten, die in diesem Buch versammelt sind, sind jede für sich eine große Lektion für den aufmerksamen Leser. So unterschiedlich doch die Handelnden sind, so gleich ist im Kern die Handlung: Ratlosigkeit und Verlorenheit prägen den jeweiligen Alltag und auch Götzen wie Geld, Jugend oder Freunde schützen nicht davor. Recht haben heisst nicht Gerechtigkeit erfahren. Nicht einmal die Liebe rettet hier, jeder lebt doch für sich allein.
Warum das Buch dann nicht einfach nach 20 Seiten gebraucht weiter verkaufen und sich seiner eigenen Ratlosigkeit zuwenden? Weil es spannend und einnehmend ist und düstere Aussichten in ein Krimibonbon packt, das so böse und wunderschön absurd ist, dass es gelutscht werden muss. (le)
Was gefällt: Aufbruchsstimmung
Was auffällt: Nichts fehlt in diesem Buch
Was nicht gefällt: Nichts fehlt in diesem Buch
Was auffällt: Nichts fehlt in diesem Buch
Was nicht gefällt: Nichts fehlt in diesem Buch
Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Faber & Faber (3. Januar 2013)
Sprache: Englisch ISBN-10: 0571234623
ISBN-13: 978-0571234622
Verlag: Faber & Faber (3. Januar 2013)
Sprache: Englisch ISBN-10: 0571234623
ISBN-13: 978-0571234622
Talib Kweli - High Life feat. Rubix & Bajah
Kweli! ...mit schönem Highlife/Afrobeat-Groove und herrlich quiekendem Hornsatz. Fresssssh der alte Mann!
Talib Kweli "High Life" feat. Rubix & Bajah (Music Video) from Talib Greene on Vimeo.
Talib Kweli "High Life" feat. Rubix & Bajah (Music Video) from Talib Greene on Vimeo.
Quasimoto - Yessir Whatever
Yessir! Oft imitiert, aber niemals erreicht: Madlib und sein alter ego Quasimoto, der gelbe Außerirdische mit der komsichen Stimme, sind zurück mit einer EP inklusive einiger neuen Tracks. Outter Space Shit!
Als Madlib den Charakter Quasimoto aus der Taufe hob, war das ganze eher ein Projekt für seinen Freundeskreis in Oxnard, CA. Spätestens als Quasimoto's Debut The Unseen erschien, hatten die meisten Hörer gecheckt, dass der gelbe MC aus dem All nichts anderes war, als das künstlerische alter ego des Beatschmieds Madlib.
Dabei ist Quas als Figur die Inkarnation eines “bad character”, der den ganzen Tag Blunts raucht, seine Schnauze unter diverse Röcke steckt und überhaupt all das sagt und tut, was seine gute Hälfte Madlib eventuell eher vermeidet. The Unseen avancierte in den frühen 00er-Jahren zu einem Geheimtipp und zum Gegenentwurf des kommerziell übersättigten Hip-Hop der Dekade. Auch die teilweise recht wirr anmutende zweite Quasimoto-LP The Further Adventures Of Lord Quas unterstrich Madlibs Status als kreativer Kopf der Hip-Hop-Szene.
Yessir Whatever erscheint am 18. Juni auf Stones Throw Records und bringt, neben einem aufwendigen Cover, 12 ausgewählte Tracks von Madlib und Quasimoto auf Vinyl. Bei einigen Tracks handelt es sich um Raritäten, die nur spärlich bis gar nicht auf Platte erhältlich waren. Andere Stücke sind nie zuvor released worden und nun zum ersten Mal gemixt und gemaster zu hören! Watch out! Yessir... Whatever.
Als Madlib den Charakter Quasimoto aus der Taufe hob, war das ganze eher ein Projekt für seinen Freundeskreis in Oxnard, CA. Spätestens als Quasimoto's Debut The Unseen erschien, hatten die meisten Hörer gecheckt, dass der gelbe MC aus dem All nichts anderes war, als das künstlerische alter ego des Beatschmieds Madlib. Dabei ist Quas als Figur die Inkarnation eines “bad character”, der den ganzen Tag Blunts raucht, seine Schnauze unter diverse Röcke steckt und überhaupt all das sagt und tut, was seine gute Hälfte Madlib eventuell eher vermeidet. The Unseen avancierte in den frühen 00er-Jahren zu einem Geheimtipp und zum Gegenentwurf des kommerziell übersättigten Hip-Hop der Dekade. Auch die teilweise recht wirr anmutende zweite Quasimoto-LP The Further Adventures Of Lord Quas unterstrich Madlibs Status als kreativer Kopf der Hip-Hop-Szene.
Yessir Whatever erscheint am 18. Juni auf Stones Throw Records und bringt, neben einem aufwendigen Cover, 12 ausgewählte Tracks von Madlib und Quasimoto auf Vinyl. Bei einigen Tracks handelt es sich um Raritäten, die nur spärlich bis gar nicht auf Platte erhältlich waren. Andere Stücke sind nie zuvor released worden und nun zum ersten Mal gemixt und gemaster zu hören! Watch out! Yessir... Whatever.
Kanye West - Demotape von 2001
Ein Demotape von 2001 gewährt uns Einblicke in die Frühphase von Kanyes Rapkarriere. Eine Zeit, in der er von Grammys und stadium-status allenfalls träumen konnte und Auto-Tune noch Zukunftsmusik war.
Man hat den Eindrücke als wäre Rap für Kanye Omari West heute noch so etwas wie ein besseres Hobby. Längst ist der Professorensohn aus der Chicagoer South Shore zum erfolgreichen Geschäftsmann avanciert; gleichzeitig Sänger, Modedesigner, Producer und wohl noch vieles mehr. 2001 war das noch ganz anders.
Es war das Jahr, in dem sich auf einmal ziemlich viel veränderte. Durch den Kontakt zu Rapper Beanie Sigel traf Kanye Rapper Jay-Z und schaffte es mit seinen von klassischen Soul-Samples getriebenen Produktionen prompt mit mehreren Tracks auf Jay-Zs Album The Blueprint, das sich wochenlang in den US-Charts hielt.
Gleichzeitig arbeitete er auf sein Debüt als Rapper hin, was jedoch erst 2003, nach einem schweren Autounfall, gelingen sollte. Das Demo, mit dem er 2001 versuchte, einen Plattenvertrag zu ergattern, zeigt uns den Start einer außergewöhnlichen Rap-Karriere. Der frühe Kanye ist Kind der golden era, des Boom-Baps, wenn gleich man schon an diesem Zeitdokument seine Vorliebe zu Melodien und Popanleihen erahnen kann.
Man hat den Eindrücke als wäre Rap für Kanye Omari West heute noch so etwas wie ein besseres Hobby. Längst ist der Professorensohn aus der Chicagoer South Shore zum erfolgreichen Geschäftsmann avanciert; gleichzeitig Sänger, Modedesigner, Producer und wohl noch vieles mehr. 2001 war das noch ganz anders.
Es war das Jahr, in dem sich auf einmal ziemlich viel veränderte. Durch den Kontakt zu Rapper Beanie Sigel traf Kanye Rapper Jay-Z und schaffte es mit seinen von klassischen Soul-Samples getriebenen Produktionen prompt mit mehreren Tracks auf Jay-Zs Album The Blueprint, das sich wochenlang in den US-Charts hielt.
Gleichzeitig arbeitete er auf sein Debüt als Rapper hin, was jedoch erst 2003, nach einem schweren Autounfall, gelingen sollte. Das Demo, mit dem er 2001 versuchte, einen Plattenvertrag zu ergattern, zeigt uns den Start einer außergewöhnlichen Rap-Karriere. Der frühe Kanye ist Kind der golden era, des Boom-Baps, wenn gleich man schon an diesem Zeitdokument seine Vorliebe zu Melodien und Popanleihen erahnen kann.
Suff Daddy - Sympathy For The Liquor
Please allow me to introduce some new Suff-Shit of wealth and taste: Ein Mixtape des Ex-Exilanten und Retro-Neo-Berliners Suff Daddy, das kostenlos zum Download bereitsteht.
Nachdem Dexter schon im vergangenen Jahr ein Mixtape für die Klamotten-Dealer von Inflammable geschustert hatte, kommt nun Nummer 2 der "Mixtape Sessions". Dafür verantwortlich zeigt sich kein geringerer als Beat-Connaisseur Suff Daddy. Besonders erfreulich ist, dass der gute Suff auf "Sympathy For The Liquor" auf eigene Beats und Remixe zurückgreift und dabei auch einige neue, unreleaste Tracks mit einpackt.
Das alles steigert die Vorfreude auf das Kollabo-Album mit Dexter und Brenk Sinatra, die in den kommenden Wochen und Monaten als der Welt erste Beat-Boy-Group unter dem Namen "Betty Ford Boys" firmieren und wohl noch diesen Sommer ihr Album in die Läden eures Vetrauens schicken werden.
Das alles steigert die Vorfreude auf das Kollabo-Album mit Dexter und Brenk Sinatra, die in den kommenden Wochen und Monaten als der Welt erste Beat-Boy-Group unter dem Namen "Betty Ford Boys" firmieren und wohl noch diesen Sommer ihr Album in die Läden eures Vetrauens schicken werden.
http://www.inflammable.com/mixtapesessions
Siriousmo - Itchy
Sein Debut-Album "Mosaik" war eine der schönsten Überraschungen 2011. Dann war es lange Zeit Still um den Berliner Produzenten Siriusmo. Doch die Wartezeit auf neues Material neigt sich dem Ende. Im Sommer kommt mit "Enthusiast" seine zweite LP. Den ersten Track gibt es schon jetzt via Soundcloud.
Auf ‘Mosaik’ verband Sirousmo warme Synthies, kantige Drums und psychodelische Samples und lieferte damit ein Album, das gerade durch seine Querverweise auf Funk und Hip-Hop zu einer der interessantesten Elektro-LPs der letzten Jahre wurde. ‘Itchy’ - Vorbote zu seinem neuen Album - schlägt in die gleiche Kerbe und beweist einmal mehr Siriusmos Hang zu verspielte Synthlinien.
‘Enthusiast’ erscheint voraussichtlich am 14. Juni über Modeselektor’s Label ‘Monkeytown Records’ - Definitiv ein Release, auf das wir uns besonders freuen. ‘Itchy’ könnt ihr euch schon jetzt als kostenlos downloaden.
‘Enthusiast’ erscheint voraussichtlich am 14. Juni über Modeselektor’s Label ‘Monkeytown Records’ - Definitiv ein Release, auf das wir uns besonders freuen. ‘Itchy’ könnt ihr euch schon jetzt als kostenlos downloaden.
L'orange x Blu - Alone (Video)
Der aus North Carolina stammende L'Orange kommt zusammen mit Emcee Blu und einem herrlich melancholischen Video in Film-Noir-Ästhetik um die Ecke. Anschauen!
Die Herren von Jakarta Records zeichneten sich in letzter Zeit durch einige 7''-Veröffentlichungen des von mir hochgeschätzen Blu aus. Auch bei dem nun erschienen Video von L'Orange haben sie ihre Finger im Spiel. Die Single gehört zum Album “The Mad Writer”, welches auf Jakarta erscheint und ihr gleich hier anhören könnt.
Dabei handelt es sich um jazzinspirierte Produktionen, die hier und da von Vokalisten wie Blu, YU, Erica Lane und Has-Lo gefeatured werden. Das Video zu "Alone" erzählt im Splitscreen eine klassische Liebesgeschichte mit dramatischem Ende. Schönes Ding!
Die Herren von Jakarta Records zeichneten sich in letzter Zeit durch einige 7''-Veröffentlichungen des von mir hochgeschätzen Blu aus. Auch bei dem nun erschienen Video von L'Orange haben sie ihre Finger im Spiel. Die Single gehört zum Album “The Mad Writer”, welches auf Jakarta erscheint und ihr gleich hier anhören könnt.
Dabei handelt es sich um jazzinspirierte Produktionen, die hier und da von Vokalisten wie Blu, YU, Erica Lane und Has-Lo gefeatured werden. Das Video zu "Alone" erzählt im Splitscreen eine klassische Liebesgeschichte mit dramatischem Ende. Schönes Ding!
Events: Beat BBQ 2013
Box an, Grill raus! Auch dieses Jahr findet in Köln das Beat BBQ statt. Pflichttermin für alle Freunde von Kotletts und Kopfnicken.
Beat BBQ 2013 from Beat BBQ on Vimeo.
Bereits zum fünften Mal findet am Sonntag den 19. Mai 2013 das Beat BBQ in Köln statt. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltung, die das Kölner Label Melting Pot Music ins Leben rief und nun zusammen mit UpMyAlley, Step Forward und Robert Winter organisiert. Programm und teilnehmende Künstler sind bis dato noch nicht fest, jedoch kann man davon ausgehen, dass die Crème des MPM-Reportoires zu sehen und natürlich zu hören sein wird.
Das ganze steigt am Pfingstsonntag um 14:00h, zunächst am Grill und den Turntables im Jack In The Box (Köln Ehrenfeld), gegen 22h wird dann umgezogen in den Club Bahnhof Ehrenfeld.
Updates, Infos und Bilder von den letzten beiden Ausgaben findet Ihr auf www.beat-bbq.de . Auch via Facebook findet man die passenden Seiten und Veranstaltungen.
Novos Baianos - Brasil Pandeiro
Novos Baianos war ein brasilianisches MPB-Kollektiv, das sich Ende der 60er in Salvador zusammenfand. 2009 kürte die brasilianische Ausgabe des "Rolling Stone"-Mags ihr Album "Acabou Chorare" zum besten brasilianische Album aller Zeiten. Fresh...
Moods - "Seasons EP"
Beattapes sind generell nicht gerade clubtauglich. Das gilt im Besonderen für das vorliegenden Exemplar - die Seasons EP vom Rotterdamer Beatschmied Moods ist mit das Smootheste, was mir in den letzten Wochen untergekommen ist.
Bei Moods ist der Name Programm - auf der 6 Tracks dünnen "Seasons EP" bekommt man die benötigte Portion soulige-warme Instrumentals, um durch den deutschen Schnee zu stapfen. Die 6 Tracks sind dabei soundästhetisch den verschiedenen Jahreszeiten nachempfunden. Inwieweit man das auch so raushört, kann dann ja jeder für sich selbst entscheiden:
Bei Moods ist der Name Programm - auf der 6 Tracks dünnen "Seasons EP" bekommt man die benötigte Portion soulige-warme Instrumentals, um durch den deutschen Schnee zu stapfen. Die 6 Tracks sind dabei soundästhetisch den verschiedenen Jahreszeiten nachempfunden. Inwieweit man das auch so raushört, kann dann ja jeder für sich selbst entscheiden: Bonobo - Heaven For The Sinner [Feat. Erykah Badu]
Nach seiner ersten Single "Cirrus" legt Bonobo nach: Die zweite Single aus seinem baldig erscheinenden Album "The North Borders" hört auf den Namen "Heaven For The Sonner" und kommt mit Unterstützung von Neo-Soul-Legende Erykah Badu.
Madlib Medicine Show Japan - The Pill Jar
Zu Madlib muss man nicht viel sagen: Ohne Zweifel gilt er als das Aushängeschild der Beatbastlerszene. Im Zuge seiner anstehenden Japantour veröffentlicht er eine ausgiebige Rückschau auf seine "Medicine Show" kostenlos im Netz.
Track list:
01. Static Invazion (from MMS #5)
02. Episode XVI (from MMS #5)
03. The Paper (from MMS #1)
04. What Can U Tell Me (from MMS #9)
05. The Frontline (Liberation) (from MMS #3)
06. African Voodoo Queen (Drama) (from MMS #3)
07. Interview #4080 (from MMS #11)
08. Funky Butt, Part 1 (from MMS #7)
Nur wenige Musiker der LAer HipHop-Szene können sich mit dem Output des Otis Jackson Jr. messen. Der Producer, DJ und Multi-Instrumentalist - besser bekannt als Madlib - sammelt manchmal Material für ein komplettes Album in ein paar Tagen zusammen, um es dann für seine Beattapeprojekte - "Medicine Show" oder die "Beatkonducta"-Reihe - erheblich einzustmapfen. So musste er sich für sein letztes "Medicine Show"-Mixtape angeblich durch 13 CDs eigenem Material wühlen.
Für jeden, der sich nur einen Überblick über Madlibs Output verschaffen will, gibt es jetzt eine Auswahl verschiedener Tracks aus den letzten 12 Episoden der "Medicine Show" anlässlich der anstehenden Madlib-Tour nach Japan. Das alles frei zum download: Madlib Medicine Show: Pill Jar - zieht's euch!
Für jeden, der sich nur einen Überblick über Madlibs Output verschaffen will, gibt es jetzt eine Auswahl verschiedener Tracks aus den letzten 12 Episoden der "Medicine Show" anlässlich der anstehenden Madlib-Tour nach Japan. Das alles frei zum download: Madlib Medicine Show: Pill Jar - zieht's euch!
Track list:
01. Static Invazion (from MMS #5)
02. Episode XVI (from MMS #5)
03. The Paper (from MMS #1)
04. What Can U Tell Me (from MMS #9)
05. The Frontline (Liberation) (from MMS #3)
06. African Voodoo Queen (Drama) (from MMS #3)
07. Interview #4080 (from MMS #11)
08. Funky Butt, Part 1 (from MMS #7)
Tour dates:
Feb. 15: Tokyo with Egon at Sound Museum Vision
Feb. 16: Nagoya at Mago “Audi”
Feb. 17: Osaka at Grand Café
Feb. 21: Beijing at Yugongyishan, Beijing, Dongcheng district, Zhang Zizhong Road 3-2.
Feb. 22: Chengdu at Chengdu East Telecast Hall, East Music park, Jianshezhi Road, Chenghua District.
Feb. 23: Shanghai at The Shelter, 5 Yongfu Road.
Feb. 15: Tokyo with Egon at Sound Museum Vision
Feb. 16: Nagoya at Mago “Audi”
Feb. 17: Osaka at Grand Café
Feb. 21: Beijing at Yugongyishan, Beijing, Dongcheng district, Zhang Zizhong Road 3-2.
Feb. 22: Chengdu at Chengdu East Telecast Hall, East Music park, Jianshezhi Road, Chenghua District.
Feb. 23: Shanghai at The Shelter, 5 Yongfu Road.
J Dilla - The Anthem
Am 7. Februar wäre die Detroiter Beatlegende J Dilla 37 Jahre alt geworden. Pünktlich zum Geburtstag gibt es seit ein paar Tagen einen weiteren posthum veröffentlichten Track zu bewundern.
“The Anthem” entstammt den frühen 2000ern und ist nicht nur Dokument für die Unweiten des dilla'schen Beatfundus', gleichzeit ist er auch mal wieder mit Vocals zu hören. Auf der stampfenden “Fiesta”-Version featuret ihn sein Detroiter Compagnon Frank-N-Dank. Fresher Track, gefühlt irgendwo zwischen Studio-Jam und erster Basketball-Freiplatzsession.
Am 15. April 2013 erscheint der Song aller Wahrscheinlichkeit nach über Pay Jay Productions zusammen mit den Track “Trucks” auf Vinyl. Das alles soll die Neugier auf das Album “The Diary” weiter schüren. Ein Projekt, bei dem Dilla's Skills am Mikrohpne im Vordergrund stehen werden. Die Instrumentals kommen u.a. von Madlib, Pete Rock, Nottz, Kariem Riggins & House Shoes.
Jazzcat - Influencia do jazz (Mix)
Dope Bossa Nova-Session via Mixcloud! Es darf so langsam auch wieder Frühling werden...
Johnny König - Stoiber on Drums
Spiegel, FAZ, Welt, SZ: Alle schreiben sie in diesen Tagen über Johnny König. Der Tübinger Drummer hat für seine Abschlussprüfung Edmund Stoibers berühmtestes Stottermanifest mit Kicks und Rimshots unterlegt.
Edmund Stoibers Rhetorik ist berühmt für ihren dialektalen Einschlag, sowie die ausgeprägten Äh-Kaskaden. Besonders eindrucksvoll nachvollziebar wird dies an der Rede des EX-Ministers über die Transrapidstrecke zum Münchener Flughafen, die gerade gerade auf Youtube eine Renaissance erlebt. Schuld daran ist Johnny König, der in kleinster Detailarbeit die Rede zuerst analysiert und dann in eine Drum-Partitur umgesetzt hat. Viel Arbeit, die sich offensichtlich gelohnt hat - 200.000 Clicks in kürzester Zeit sprechen eine deutlich Sprache!
Hier könnt ihr euch noch das SPON-Bericht anschauen:
Finest Ego - 5 Tage, 5000 Downloads
Vor 2 Jahren hat sich "Finest Ego" als internationale Plattform für Beatmakern gegründet. Um das zu feiern, gibt es 5 Tage lang 5000 Downloads umsonst. Und damit eine Menge Musik aus der ganzen Welt.
Die neue Generation der Produzenten und Beatschmiede versteht sich weniger als Bannerträger eines bestimmten Genres, vielmehr ist das Beatbauen zum eigenständiges ästhetisches Prinzip geworden - zwischen Hip-Hop und Techno, Dub-Step und Organic Grooves. Die Idee hinter "Finest Ego" ist so simpel wie spannend: Um die Vielfalt der Künstler, sowie deren musikalische Einflüsse, abzubilden, sammelt das Label die Tracks ganz unterschiedlicher Beatmaker über Sprach- und Landesgrenzen hinweg.
Um das zweijährige Bestehen von "Finest Ego" zu feiern, stehen jetzt 5 Compilations mit Tracks aus so verschiedenen Ländern wie Deutschland/ Österreich/ Schweiz, Russland, Japan oder Neuseeland/ Australien zum kostenlosen Download bereit. Während man auf dem deutsch/ österreichisch/ schweizerischen Album durchaus bekannte Namen wiedererkennt (u.a. Dexter, Suff Daddy, Hulk Hodn, Brenk, Robot Koch), betretitt man beim Rest - im wahrsten Sinne - Neuland. Viel Spaß beim Entdecken!
"As a big THANK YOU to all our readers and everyone who is or has been contributing and helping us in the last two years, we are giving out 5000 free downloads of our Finest Ego | Compilations for 5 days."
Freddie Joachim & Question – Mellow Orange Vinyl Podcast (Vol. 5)
Freddie Joachim war hier schon einmal Thema und dürfte dem ein oder anderen bekannt sein. Seine regelmäßigen Vinyl-Podcasts mit Kollege Question gingen jedoch bislang spurlos an mir vorbei. Nummer 5 ist ein - wie zu erwarten war - durch und durch entspannter Begleiter zu den ersten 3-4 Tassen Morgenkaffee... na dann Prost!
Freddie Joachim & Question - Mellow Orange Vinyl Podcast Vol. 5 w/ special guest DJ Manwell from Question on Vimeo.
FREDDIE JOACHIM:
L.A. Carnival – Blind Man
Ronnie Laws – Tidal Wave
Grover Washington Jr. – Mercy Mercy Me
Walter Wanderley Set – On My Mind
The Joe McDuphrey Experience – Song for Airto
Mos Def – The Universal Magnetic
INI – Fakin Jax
Kev Brown – Allways
Common – Remind Me (Of Sef)
Freddie Joachim – Just You And Me Tonight
L.A. Carnival – Blind Man
Ronnie Laws – Tidal Wave
Grover Washington Jr. – Mercy Mercy Me
Walter Wanderley Set – On My Mind
The Joe McDuphrey Experience – Song for Airto
Mos Def – The Universal Magnetic
INI – Fakin Jax
Kev Brown – Allways
Common – Remind Me (Of Sef)
Freddie Joachim – Just You And Me Tonight
QUESTION:
Cold Blood – I Just Want To Make Love To You
Jurassic 5 – LAUSD
Digable Planets – May 4th Movement
The Procussions – Move Yo Self
Al Hirt – Harlem Hendo
Häzel – Stevie
Lone Catalysts – Lone Catalysts
The Smile Rays – A Toast
Cold Blood – I Just Want To Make Love To You
Jurassic 5 – LAUSD
Digable Planets – May 4th Movement
The Procussions – Move Yo Self
Al Hirt – Harlem Hendo
Häzel – Stevie
Lone Catalysts – Lone Catalysts
The Smile Rays – A Toast
DJ MANWELL:
Millie Jackson – All the way lover
KRS1 – KRS1 Attacks
Pete Rocks & CL Smooth – They Remenice Over You (T.R.O.Y.)
Its Working – Beat Streat
Mark Ronson – OOh Wee (ft. Ghostface & Nate Dogg)
Kanye West – Touch The Sky
Lupe Fiasco – I Gotcha
The Pharcyde – Runnin’
Willie Colon – La Murga
The Roots – Don’t Feel Right
Jay Dee – F**k The Police
Method Man – Tical
JayLib – McNasty Filth (ft. Frank-n-Dank)
Gostface Killah – Be Easy
KRS1 – Step Into A World
De La Soul – Shoomp (ft. Sean Paul)
Mos Def – Sex, Love & Money (Instrumental)
Millie Jackson – All the way lover
KRS1 – KRS1 Attacks
Pete Rocks & CL Smooth – They Remenice Over You (T.R.O.Y.)
Its Working – Beat Streat
Mark Ronson – OOh Wee (ft. Ghostface & Nate Dogg)
Kanye West – Touch The Sky
Lupe Fiasco – I Gotcha
The Pharcyde – Runnin’
Willie Colon – La Murga
The Roots – Don’t Feel Right
Jay Dee – F**k The Police
Method Man – Tical
JayLib – McNasty Filth (ft. Frank-n-Dank)
Gostface Killah – Be Easy
KRS1 – Step Into A World
De La Soul – Shoomp (ft. Sean Paul)
Mos Def – Sex, Love & Money (Instrumental)
Free Download
crt. (2013)
Evinha - Olha eu Aqui
Nur
selten verschmilzt in einer Epoche eine so unglaubliche Fülle an Einflüssen,
wie in der „Música Popular Brasileira“ (MPB) der
späten 60ern und 70er Jahre. Bei Evinha findet man traditionellen Samba, MPB, Soul und Funk und Bossa Nova in
fast allen ihrer Releases. Traum!
Bonobo - Cirrus
Der Brite Bonobo sorgte mit seinem Album "Black Sands" vor zwei Jahren für einiges Aufsehen. Nun schickt er mit "Cirrus" den ersten Vorboten zu seinem neuem Album.
Das Ein-Mann-Orchester Bonobo alias Simon Green begeisterte auf "Black Sands" durch seine vielfältigen, atmosphärischen Arrangements. Verschiedenste Einflüsse und Techniken - von Hand eingespielte Instrumentpassagen, Sampels, Gesang, Analoges und Elektronisches - schichtete er zu einem komplexen organischen Ganzen und lieferte damit eines der überzeugendesten Alben zwischen Downbeat und NuJazz der letzten Jahre.
Das dazugehörige Album soll »The North Borders« heißen und am 29.3. erscheinen. Bespielt werden damit unter anderem Berlin, München, Hamburg und Tübingen (Daten zur Tour findet ihr unter dem Video). Ebenfalls über Facebook schürte Bonobo gestern weitere Vorfreude, indem er bekanntgab, dass alle Gigs mit kompletter Liveband gespielt werden. Ganz nebenbei gibt es "Cirrus" auch als Free Download auf seiner Website geschenkt. Viele Dinge also »for getting really excited«!
Tourdaten:
Jun 7
Centralstation Darmstadt, Darmstadt,
Jun 8
Südhaus Open Air @ Waldbühne, Tübingen,
Jun 9
Live Music Hall, Cologne,
Jun 10
Muffathalle, Munich
Jun 12
Fabrik, Hamburg
Jun 13
Astra Kulturhaus, Berlin
Shigeto - Huron River Drive
Hier sind Japantage gerade. Deswegen ein Fundstück von Shigeto, einem japanisch-stämmigen Producer aus Brooklyn. Checkt sein Bandcamp. Dope!
Kan Sano - Fantastic Farewell
HÖREN: Kan Sano studierte am renommierten Bostoner Berklee College Klavier und einen eminent jazzigen Vibe versprühen auch seine Instrumentals - irgendwo zwischen genickbrechendem J-Dilla-Swing und einer abgefahrenen Jam-Session mit einem betrunkenen Schlagzeuger.
Das Night Swimmers-Beattape hat mir einmal mehr gezeigt, wie verdammt groß, vielfältig, aber auch unübersichtlich die gesamte Beatmakerszene geworden ist. Umso schöner, wenn man jemanden entdeckt, der vor allem durch die Eigenständigkeit seines Sounduniversums besticht. Der Name dieses Jemand ist Kan Sano.
In Deutschland tauchte der in Tokyo lebende Pianist und Producer bis heute eher am Rande auf, etwa auf einigen Compilations wie dem "The Moon Comes Closer"-Sampler von Project Mooncircle. Seinem Beitrag damals, “Cosmic Apple”, hörte man schon deutlich seine Jazz-Sozialisation an und musste - oder durfte - dabei auf die Hip-Hop-gemäßen Kick-Snare-Routinen verzichten.
Auf seinem Album "Fantastic Farewell" (2011) geht es ein bisschen straighter und doch weit fantastischer zu. Eine verspielte Synthesizermelodie jagt hier die nächste, unterlegt von einem satten Fender Rhodes, trockenen Snares und hinkenden Hi-Hats. Vielleicht ist Sano nichts für Leute, die ausschließlich den geraden Boom-Bap-Weg bevorzugen, dazu bewegt sich seine Musik zu sehr in Richtung Nische. Der geneigte Beatnerd mit Jazzfable aber, der vielleicht schon Projekte wie Madlibs "Yesterday's New Quintet" spannend fand, findet hier reichlich Gelegenheit zum eleganten Samstagnachmittag-Bounce.
In Deutschland tauchte der in Tokyo lebende Pianist und Producer bis heute eher am Rande auf, etwa auf einigen Compilations wie dem "The Moon Comes Closer"-Sampler von Project Mooncircle. Seinem Beitrag damals, “Cosmic Apple”, hörte man schon deutlich seine Jazz-Sozialisation an und musste - oder durfte - dabei auf die Hip-Hop-gemäßen Kick-Snare-Routinen verzichten.
Auf seinem Album "Fantastic Farewell" (2011) geht es ein bisschen straighter und doch weit fantastischer zu. Eine verspielte Synthesizermelodie jagt hier die nächste, unterlegt von einem satten Fender Rhodes, trockenen Snares und hinkenden Hi-Hats. Vielleicht ist Sano nichts für Leute, die ausschließlich den geraden Boom-Bap-Weg bevorzugen, dazu bewegt sich seine Musik zu sehr in Richtung Nische. Der geneigte Beatnerd mit Jazzfable aber, der vielleicht schon Projekte wie Madlibs "Yesterday's New Quintet" spannend fand, findet hier reichlich Gelegenheit zum eleganten Samstagnachmittag-Bounce.
Kans neuere Projekte bewegen sich eher in die Richtung von Songstrukturen und lassen sich hier über seine Soundcloud-Seite verfolgen.
Waldo The Funk - Pandabär (Video)
Waldo The Funk tauchte hier letzten Sommer schon einmal auf, als er sein erstes Video raushaute. Am ersten Februar kommt jetzt endlich die EP "Toykis" mit Beats von Dexter, Suff Daddy und Loop Skywalker. Für das Video zu "Pandabär" - gegen aller Erwartung kein Cro-Disstrack - zeichnen sich Max Wintern und Denis Falkenstein verantwortlich. Straighter Rap über Rap!
Manfred Krug - Morgen
Heute oder morgen oder niemals wurde das hier von Madlib gesampelt... egal, trotzdem eine deutschsprachige Funkperle par excellence.
Hiob - 96
Anlässlich des Vinyl-Releases von Hiobs Klassikers "Fragmente" erschien heute das Video zu "96". Dope.
Searching For Sugar Man (Film)
Sehen: Detroit in den 70ern: Nachdem seine ersten beiden Alben grandios gefloppt sind, verschwindet der Folk-Sänger Rodriguez spurlos. Während sich in den USA kaum jemand für ihn oder seine Musik interessiert, werden seine Alben in Südafrika zum Soundtrack einer ganzen Generation. Eine unglaubliche Geschichte mit unglaublicher Musik.
In Detroit rankten sich schon bald Legenden um jenen Rodriguez und sein Verschwinden.Der rätselhafte wortkarge "wandering spirit" spielte in Bars und kleinen Clubs mal hier mal da, oft mit dem Rücken zu den Zuhörern gewandt und packte die Melancholie und das Elend der Arbeitstadt Detroit in dichte poetische Songs. Manch einer wollte gesehen haben wie Rodriguez nach einem missglückten Gig auf der Bühne zur Pistole griff und sich selbst erschoss, andere sagten gar er habe sich während einer Show angezündet, wieder andere glaubten an einen Drogentod. Egal unter welchen Umständen er verschwand, überlassen hat Rodriguez scheinbar nichts als zwei Folk-Alben, die von Kritikern bejubelt, vom Publikum jedoch verschmäht wurden. Was dann geschah klingt wie ein Märchen. Während Rodriguez in Detroit seine Gitarre an den Nagel hängte und Dächer reparierte, Bauriunen ausräumte, Kühlschränke schleppte, gelangte ein Kopie seines Albums "Cold Fact" über Umwege über den Atlantic nach Südafrika.
Der Film "Searching For Sugar Man" erzählt die unglaublaubliche Geschichte, wie jemand zum Idol einer Generation wurde, ohne es zu merken. Denn während Rodriguez in Südafrika bekannter wurde als Evis oder die Rolling Stones, sah er von den mehr als 500.000 verkauften Alben nie einen Cent, bis sich schließlich ein Journalist und ein Musikliebhaber auf die Suche nach dem Idol ihrer Jugend machten. Es ist die Geschichte des Underdogs, der erst scheitern muss um dann doch irgendwann die Annerkennung zu bekommen, welche er verdient. Ein Aschenputtelnarrativ aus einer Zeit, in der das Internet uns noch nicht alles über jeden verriet. Es ist eine bewegende Geschichte, doch noch bemerkenswerter als sie selbst ist Rodriguez Musik: Politisch wie Bob Dylan, melancholisch wie Otis Redding, traurig und treibend, melodisch und poetisch.
Der Film startete am 27.12.12 in den deutschen Kinos und man sollte ihn sehen, solange es noch geht.
Der Soundtrack des Films besteht vollständig aus Songs seiner beiden Alben "Cold Cut" und "Coming From Reality" und ist auf Spotify zu hören oder über iTunes käuflich erwerbbar. Anspieltipps sind der Titelsongs "Sugar Man" und das unglaublich traurige "Cause".
crt. (2013)






























